Kolping-Bezirksverband blickt auf 110 Jahre zurück

In diesen Tagen hätten die Werdenfelser Kolpingsfamilien die 110 jährige Gründung ihres Bezirksverbandes gefeiert – leider fällt die Feier zum Jubiläum der Corona-Pandemie zum Opfer.
Die älteste Kolpingsfamilie ist die Kolpingsfamilie Murnau, sie wurde bereits 1878 gegründet. Obwohl Murnau zum Diözesanverband Augsburg gehört, ist die Kolpingsfamilie Murnau der Patenverein der Garmischer Kolpingfamilie, die dann 1888 gegründet wurde. Es folgte Partenkirchen 1897, die dann 1910 den Bezirksverband Werdenfels gründeten. Dann kam 1907 Oberammergau, 1916 Mittenwald, 1926 Peiting und als jüngstes Mitglied 1992 die Kolpingsfamilie Grainau dazu.
Die Fortbewegungsmöglichkeiten waren früher nicht so komfortabel wie heute, so traf man sich zu den Bezirkskonferenzen zu Fuß, mit dem Fahrrad (z.B. bis nach Peiting) oder per Bahn oder Omnibus. Denn mit den gemeinsamen Zusammenkünften unterstützte man sich gegenseitig, die Kolpingsache in den einzelnen Orten voranzubringen.
Ein wichtiges Treffen ist der Bezirkseinkehrtag, der erstmals 1936, sowie 1937 und 1939 in großem Rahmen in Ettal abgehalten wurde. Seit 1946 findet der Einkehrtag ohne Unterbrechung immer am ersten Sonntag im Dezember statt. So ist das Kloster Ettal auch zu einem spirituellen Mittelpunkt für unseren Bezirksverband geworden.
So gab es schon viele Berichte und Schlagzeilen im Tagblatt wie „Kolpingssöhne – Vorkämpfer des christlichen Abendlandes“1954, „Kolpingsfamilien – Säule der Pfarrei“1961, „Kolpings Vermächtnis ist in Werdenfels in guten Händen“1955.
In den letzten Monaten veränderte das Coronavirus unser Vereinsleben auf einen Schlag, so konnten viele Zusammenkünfte nicht mehr stattfinden. Für viele Kolpingschwestern und – brüder sind die digitalen Medien noch die einzige Form des Kontaktes. Trotz der Hoffnung, dass alles wieder zum Alten zurückkehrt, müssen wir uns Gedanken machen, mit welchen digitalen Möglichkeiten unsere Familien in Kontakt bleiben können, so dass ein neues Wir-Gefühl entstehen kann.
Aus dem 110jährigen Gründungsfest wird erst mal nächstes Jahr ein 111jähriges Jubiläum, zu dem wir uns alle auf ein gesundes Wiedersehen freuen.

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